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Nachrichten

Am 26.2.2012 fand vor dem Deutschen Bundestag in Berlin die Kunstaktion gegen Rüstungsexporte „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ statt. Pax Christi war einer der Träger der Aktion und Pax Christi-Mitglieder waren an der Aktion beteiligt. Symbolisch wurden 100 große bombenförmige Luftballons in die Luft gelassen. Die Generalsekretärin Christine Hoffmann hat in einer kurzen Ansprache die Aktion begründet.

02.10.08

Bischof Rayappu Joseph von Mannar / Sri Lanka zu Gast in Berlin

Bischof Joseph mit Kardinal Sterzinsky
Auf Einladung der katholischen Friedensbewegung Pax Christi hat der Bischof von Mannar im Nordwesten Sri Lankas, Rayappu Joseph, Anfang Oktober Berlin besucht. Bevor er an der Weltbischofssynode in Rom teilnahm, wollte er in Deutschland Aufmerksamkeit für den brutalen Krieg in seinem Heimatland wecken.

In Gesprächen mit Vertretern von Politik und Kirche - unter anderem auch mit Kardinal Georg Sterzinsky - berichtete er über die unerträgliche Situation der Zivilbevölkerung:
An die 250.000 Menschen in seinem hauptsächlich von Tamilen bevölkerten Bistum sind auf der Flucht vor dem Krieg. Sie haben ihre Heimatorte verlassen und suchen Schutz in dem von der Rebellenorganisation LTTE beherrschten Gebiet. "Tausende von vertriebenen Zivilisten, die oft nur noch die Kleider besitzen, die sie am Leib tragen, suchen nach Zufluchtsmöglichkeiten - ein nicht endender Zug von Männern, Frauen und Kindern", so Bischof Joseph. Da die Regierungstruppen ohne Rücksicht auf die Flüchtlinge und andere Zivilsten die LTTE-Stützpunkte bombardieren, leben die meisten unter freiem Himmel im Wald. Unter Beschuss geraten auch Schulen, Waisenhäuser, Kirchen und Hindu-Tempel. Eine Versorgung mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten ist nicht möglich, da die Regierung alle Hilfsorganisationen aus dem Gebiet ausgewiesen hat.
Bischof Joseph rief die internationale Gemeinschaft zur Hilfe auf.

TamilNet, 02. Januar 2007
Nur starker internationaler Druck könne Regierung und LTTE wieder an den Verhandlungstisch bringen. Die Bischofskonferenz von Sri Lanka setzt sich nach wie vor für eine Lösung des seit Anfang der 1980er Jahre dauernden Konflikts auf dem Verhandlungsweg ein. Die Regierung lehnt dies ab und setzt allein auf das Militär. Wer nur vom "Frieden" spricht, wird verdächtigt, mit der LTTE zu sympathisieren. Für die katholische Kirche, zu der etwa acht Prozent der 20 Millionen Einwohner Sri Lankas gehören, und zwar etwa gleich viele unter den (mehrheitlich hinduistischen) Tamilen und den (mehrheitlich buddhistischen) Singhalesen, ist das eine schwierige Gratwanderung. Zwar kann die Caritas, anders als andere Hilfsorganisationen, noch arbeiten, aber es fehlt ihr an Geld, an Hilfsgütern und an Transportmöglichkeiten.
 
Pax Christi Berlin unterstützt seit mehr als 20 Jahren kirchliche Projekte in Sri Lanka und bemüht sich seit einiger Zeit auch um Kontakte mit politischen Entscheidungsträgern. Bischof Joseph nahm erfreut zur Kenntnis, dass die Bundesregierung sehr genau die Entwicklung in Sri Lanka verfolgt und sich um Abhilfe bemüht. Zum Schluss seines Kurzbesuchs feierte er Gottesdienste mit Mitgliedern von Pax Christi sowie mit der Tamilischen Gemeinde in Berlin. Am Abend des 2. Oktober fand Bischof Joseph außerdem Zeit, um uns über die aktuelle Lage in Sri Lanka zu berichten.
Verschiedene Texte, die als Pressemitteilungen erschienen sind, können hier aufgerufen werden.

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